bekämpfender Holzschutz
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Bekämpfender Holzschutz ist notwendig, wenn sich im Dachstuhl bereits ein Holzschädling eingenistet hat, z.B. der Hausbock. Der Hausbock befällt Nadelhölzer. Wenn der Schaden nicht rechtzeitig erkannt wird, kann die Statik von Dachstühlen bis zur Einsturzgefahr geschwächt werden. Daher ist der Befall bei der örtlichen Bauaufsichtsbehörde meldepflichtig.

Man sollte deshalb als Hausbesitzer seinen Dachstuhl von Zeit zu Zeit untersuchen. Bekämpfende Maßnahmen sollen vom Holzschutzfachmann vorgenommen werden. Für eine erfolgreiche Bekämpfung sind fachgerechte Vorarbeiten unerläßlich.

Eingehende Untersuchungen des gesamten Dachgebälks und auch der Fachwerkhölzer sind notwendig, um den Hausbockbefall festzustellen, da die äußeren Holzschichten in der Regel nur beim Ausschlüpfen der Käfer durch Fluglöcher zerstört werden.

Sichtbar wird der Schaden an den typischen Fraßgängen und Fluglöchern. holzschutz-spruehen.jpg

Der Zerstörungsgrad wird durch Abbeilen der befallenen Holzflächen sichtbar.

Anschließend werden die Fraßgänge sorgfältig mit einer Stahlbürste gesäubert. Zerstörte, nicht mehr tragende Holzteile müssen ausgewechselt und durch zuvor imprägnierte Teile ersetzt werden.

Bei nicht allseitig zugänglichen Holzkonstruktionen werden zusätzlich Löcher zur Bohrlochinjektion gesetzt.

Diese werden dann unter Druck mit bekämpfenden Holzschutzmitteln gefüllt.
Aufenthaltsräume, in denen das Holz sichtbar bleiben soll, dürfen nicht großflächig behandelt werden.

Es sei denn, das Holz wird zum Raum hin abgedeckt oder verkleidet.
 

 
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